Leh­ren und Ler­nen mit "Neu­en Me­di­en"

Der Vorteil der neuen Medien wird in der Unterstützung kognitiver Prozesse bei der Aneignung der Fachinhalte, in der Förderung von Motivation und Interesse sowie des kooperativen und selbstgesteuerten Lernens gesehen. Die Lernenden arbeiten mit dem Computer im Unterricht in der Regel in Kleingruppen. Selbstregulierung bei der Interaktion mit diesem Medium einerseits und Koordination der Kooperation andererseits sind Kompetenzen, die dabei von den Lernenden in hohem Maße verlangt werden. Deshalb stellt die systematische Einbeziehung der neuen Technologie eine besondere Herausforderung dar. Eine sorgfältige Entwicklung von gezielten instruktionalen Fördemaßnahmen und die empirische Erprobung ihrer Wirkung ist daher ein aktuelles physikdidaktisches Forschungsfeld. Dabei ist zu beachten, dass einige Lernenden ohne fremde Hilfe überfordert, andere wegen dieser unterstützenden Maßnahmen unterfordert werden können.
Mit dem Projekt soll in einem 2x2-faktoriellen Design im Rahmen einer Feldstudie geklärt, wie einerseits Lenkung und andererseits äußere Strukturierung der Kooperation den Lernerfolg beim Einsatz verschiedener medialer Repräsentationsformen beeinflusst. Dabei wird die Vorwissensabhängigkeit überprüft. Die Ergebnisse können zur didaktischen Optimierung des Einsatzes digitaler Videoanalyse im Physikunterricht (in Kinematik) beitragen.

Literatur:

Agnes Szabone Varnai (2006): Unterstützung des Problemlösens in Physik durch den Einsatz von Simulationen und die Vorgabe eines strukturierten Kooperationsformats. Berlin: LOGOS-Verlag.